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Problemmüll


Problemmülltermine

  • Abgabe zu gesonderten Terminen in Weichering "am Friedhof" (Ingolstädter Str. 19)
     

Für alle Haushalte besteht die Möglichkeit, Problemmüll in haushaltsüblichen Mengen kostenlos zu entsorgen.

Sondermüll aus Gewerbe und Industrie sind von der Abgabe ausgeschlossen. Auch Autochemikalien (z.B. Frostschutzmittel, Bremsflüssigkeit, Altöl, Ölfilter und Kfz-Batterien) gehören nicht zur Problem-Müll-Sammlung, sondern müssen bei den Firmen, die diese Artikel vertreiben, abgegeben werden.

Feste und flüssige Dispersionsfarben (Wandfarben) sowie bereits eingetrocknete Lack- und Kleberreste sind über den Restmüll zu entsorgen (flüssige Dispersionsfarben bitte vorher eintrocknen lassen). Altmedikamente vorwiegend zurück zur Apotheke, Trockenbatterien vorwiegend zum Handel (Rücknahmepflicht).

Auch für Problemabfälle gilt: Vermeiden ist besser als Entsorgen!


Asbesthaltige Eternitplatten

Das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen weist erneut auf den richtigen Umgang mit asbesthaltigen Materialien hin: Asbest ist als krebserzeugender Gefahrstoff mit besonders hohem Gefährdungspotential eingestuft. Eingeatmete Asbestfasern gefährden die menschliche Gesundheit sowohl durch die Eigenschaft, Narbengewebe (Lungenasbestose) zu erzeugen als auch durch ihre Fähigkeit, bösartige Tumore (z.B. Lungenkrebs) zu verursachen. Wie eine Mehrzahl krebserzeugender Gefahrstoffe besitzt Asbest keine akute Warnwirkung. Die gesundheitsschädlichen Folgen treten stattdessen erst Jahrzehnte später ein.

Beim Umgang mit asbesthaltigem Material ist deswegen folgendes zu beachten:

  1. Bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten sind die einschlägigen Verordnungen und Richtlinien zu beachten (insbesondere Gefahrstoffverordnung, TRGS 519, LAGA-Merkblatt "Entsorgung asbesthaltiger Abfälle"). Gewerbliche Unternehmen dürfen solche Arbeiten nur ausführen, wenn sie die entsprechende Fachkunde besitzen und die Arbeiten rechtzeitig vorher beim Gewerbeaufsichtsamt und bei der Berufsgenossenschaft angemeldet haben. Das sollte sich der private Bauherr unbedingt nachweisen lassen.

    Wer asbesthaltiges Baumaterial selbst entsorgen möchte, muss sich ausreichend sachkundig machen. Das Wichtigste ist, sowohl beim Abbau als auch beim Transport eine Staubentwicklung zuverlässig zu vermeiden. Auf keinen Fall dürfen asbesthaltige Platten zertrümmert, zersägt oder einfach vom Dach geworfen werden. Der unsachgemäße Umgang mit asbesthaltigem Baumaterial kann den Tatbestand des § 326 Strafgesetzbuch erfüllen.
  2. Für asbesthaltiges Material gilt seit 01.01.1995 ein absolutes Wiederverwendungsverbot. Das heißt, gebrauchte asbesthaltige Baumaterialien (z.B. Welleternitplatten) dürfen nicht weiterverkauft oder verschenkt werden. Sie sind ordnungsgemäß zu beseitigen, wenn sie für den ursprünglichen Zweck nicht mehr gebraucht werden. Wer gebrauchte asbestzementhaltige Eternitplatten verkauft oder verschenkt, macht sich strafbar.
  3. Festgebundene Asbestzementabfälle können in der Bauschuttdeponie Königslachen abgegeben werden. Interessenten sollten sich bezüglich Kosten, Öffnungszeiten und Annahmebedingungen bei den Landkreisbetrieben, Tel. 08431/612-131 erkundigen.
  4. Wer nicht sicher ist, ob seine Dach- oder Wandverkleidung aus asbesthaltigem Material besteht, sollte sich an den Hersteller wenden oder ein Muster in einem Labor untersuchen lassen (Kosten ca. 50 €).
  5. In Elektrospeicherheizgeräten (Nachtspeicheröfen) können schwach gebunden Asbest und andere Gefahrstoffe enthalten sein. Deshalb sollten solche Geräte im Falle eines Austausches unbedingt als Ganzes und von sachkundigen Firmen ausgebaut und entsorgt werden.

Für weitere Auskünfte stehen der Abfallberater, Herr Kneilling, Tel. 08431/612-222 und das Sachgebiet Umweltschutz im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen, Tel. 08431/57-249 zur Verfügung.

Angelegt am 01.01.2006 / Letzte Änderung am 28.01.2020

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